Zweiter Advent: Nikolaus

Vielleicht war heute auch bei Euch schon der Nikolaus? Noch immer erinnern wir uns an den Bischof von Myra, der vor vielen Jahrhunderten gelebt hat. Und auch ein Gebäck ist überliefert: Der Stutenkerl. Ursprünglich hatte er einen Bischofsstab bei sich. Der ist im Laufe der Zeit zu einer Pfeife geworden. Heute backe ich daher Stutenkerle für Euch. Falls Ihr Freude am Nachbacken habt: Wir freuen uns über Fotos von Euren Werken😋! Post an: hubert@hubert-die-kirchenmaus.de

Das Kornwunder

Vor vielen hundert Jahren war der heilige Nikolaus Bischof in der kleinen türkischen Stadt Myra. Er war ein guter und gerechter Mann und half den Menschen, wo immer er konnte.

Einmal gab es eine große Dürre. Die Sonne schien heiß vom Himmel, die Bäche und Flüsse führten kaum noch Wasser und die Brunnen waren fast ausgetrocknet. Auf den Felder verdorrte das Getreide, so dass es eine Hungersnot gab. Die Menschen waren verzweifelt. Die Kinder weinten, weil sie so großen Hunger hatten. Da kam ein großes Schiff vollgeladen mit Getreide in den Hafen gefahren. Es suchte Schutz vor einem schweren Sturm. Die Menschen liefen am Hafen zusammen und wollten etwas von dem Getreide kaufen, doch der Kapitän blieb hart. „Das Getreide ist für den Kaiser!“ rief er. Als Nikolaus davon hörte, rannte er zum Hafen hinunter. Die Menschen baten ihn um Hilfe und er verhandelte mit dem Kapitän. „Es herrscht große Not. Die Vorräte sind aufgebraucht. Die Menschen verhungern, wenn ihr uns nicht helft. Ich bitte euch um Gottes Willen.“ Der Kapitän erwiderte: „Wir müssen dem Befehl des Kaisers gehorchen. Er lässt uns ins Gefängnis werfen, wenn auch nur ein Gramm fehlt.“ Nikolaus ließ an die Bordwand des Schiffes einen Kreidestrich malen, genau an der Wasseroberfläche. Er sprach: „Gebt uns von dem Korn. Ich verspreche euch, dass euch nicht ein einziges Körnchen fehlen wird.“ Der Kapitän wunderte sich, aber er willigte ein. Die Menschen von Myra durften Getreide abladen. Sie schütteten es auf einen großen Haufen, bis Nikolaus sagte: „Es ist genug.“ Der Kapitän hatte die ganze Zeit den Kreidestrich fest im Blick. Wenn das Schiff leichter geworden wäre, hätte es sich mitsamt dem Kreidestrich aus dem Wasser heben müssen. Doch der Strich bewegte sich keinen Millimeter nach oben. Das Schiff war nicht leichter geworden, so dass der Kapitän alles bis auf das letzte Gramm beim Kaiser abliefern konnte. Nikolaus aber ließ das Getreide gerecht verteilen und beendete so die große Not der Menschen von Myra.   

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